IWWF Wasserski Europameisterschaft 2025

25.-28.09.2025 in Beckum/NRW

Vom 25. bis 28. September 2025 verwandelte sich die Wasserskianlage in Beckum in ein internationales Pflaster des Wassersports. Bei den Europameisterschaften im klassischen Wasserski, die erstmals auch wieder mit weißrussischer Beteiligung stattfanden, demonstrierten die Sportlerinnen des WSV Friedberg Teamgeist und Durchhaltevermögen auf höchstem Niveau.

Für den WSV Friedberg trat das Team diesmal in rein weiblicher Besetzung an; fünf Läuferinnen vertraten den Verein auf europäischer Bühne: Amy Hilbert (U15), Leni Bauer, Paula Götz, Lara Müller (alle U19) sowie Phoenix Baumgart (Open). Trotz teils sehr kalter und windiger Bedingungen bewiesen die jungen Sportlerinnen sowohl im Slalom, Trick als auch im Springen ihre Klasse.

Erste internationale Erfahrungen für Amy Hilbert

 Amy Hilbert kämpfte auf ihrem ersten internationalen Wettkampf hart, musste sich jedoch in der stark besetzten U15-Kategorie gegen Konkurrenz aus Israel, Polen, der Slowakei und Weißrussland geschlagen geben. Am Ende sicherte sie sich einen respektablen siebten Platz im Slalom (3 Bojen/ 18-Meter) und achten Platz im Trick (1020 Punkte).

Lara Müller, Leni Bauer und Paula Götz glänzen in der U19

Lara Müller zog souverän ins Slalom-Finale ein. Mit drei Bojen an der 13 Meter Leine bestätigte sie im Finale ihr herausragendes Talent und Können, musste sich aber aufgrund der Vorlaufergebnisse mit Platz drei hinter der Österreicherin Alina Buhl zufriedengeben. Letztlich fehlte zum Titel nur eine Boje hinter der Weißrussin Maria Kazelskaya.
Auch Leni Bauer kämpfte sich im Slalom ins Finale und beeindruckte mit einem sehr starken Vorlauf im Trick. Mit hervorragender 2920 Punkten belegte sie als beste Deutsche in der U19 hinter der gerade in dieser Disziplin sehr starken internationalen Konkurrenz Platz vier im Trick und einen souveränen Platz fünf im Slalom.


 

Paula Götz: Von Rückschlägen zu Gold im Springen
Paula Götz, die einzige Friedberger Starterin in allen Disziplinen, erlebte nach einem souveränen Einzug in alle Finals einen schwierigen Samstag: Ein unglücklicher Fehler im Trick und ein sehr frühes Aus im Slalom bedeuteten in der Kombinationswertung hinter der drittplatzierten Weißrussin Maryia Yuranava denkbar knapp den undankbaren vierten Platz. 

Doch am Sonntag gelang ihr das Comeback: Mit einem Sprung auf 31,10 Metern sicherte sich Gold und wurde Jugend-Europameisterin in der U19.
Auch in der Open Kategorie beeindruckte Paula, die hier erstmals per „Wild Card“ startete, sicherte sich auch hier einen Start im Finale und erreichte einen respektablen achten Platz gegen die erfahrene internationale Konkurrenz. 


Platz eins für Phoenix Baumgart erstmals auch in der Open Kategorie 

Ein weiterer Höhepunkt: Phoenix Baumgart krönte sich nach persönlicher Bestleistung im Trick (3350 Punkte, Platz acht) mit einem souveränen Slalomlauf in der offenen Klasse zur Europameisterin. Mit einer Boje an der 11,25 Meter langen Leine setzte sie sich gegen die Deutsche Jana Meier und die Weißrussin Alena Parkhomena durch.

Gemeinsam an die Spitze

Neben ihren starken Einzelleistungen glänzten die Friedberger Sportlerinnen auch in der jeweiligen Teamwertung der deutschen Nationalmannschaft. In der U19 holten Lara Müller, Paula Götz und Leni Bauer mit den Brüdern Kay und Fynn Strohmeyer, sowie Jakob Huber aus Kiefersfelden gemeinsam Gold und bewiesen eindrucksvoll, dass Teamgeist und Zusammenhalt auf europäischer Bühne den Unterschied machen.
In der offenen Klasse setzte Phoenix Baumgart zusammen mit dem Nationalteam ebenfalls einen starken Akzent und sicherte Gold für Deutschland. Auch Amy Hilbert trug mit ihren Leistungen zum Erfolg bei und erreichte mit ihrem Team in der U15 den dritten Platz.

Ein besonderer Wettbewerb

Die Europameisterschaften boten in diesem Jahr nicht nur packenden Sport, sondern auch organisatorische Besonderheiten. Für die Friedberger Athletinnen bedeutete die ungewohnte Laufrichtung der Beckumer Anlage eine spannende Umstellung. Gleichzeitig verliehen Sportlerinnen und Sportler aus zwölf Nationen dem Wettbewerb ein farbenfrohes, internationales Flair.